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Umreifungsgeräte
Prinzipiell sind bei Umreifungsgeräten für PP-Band und PET-Band drei Grundausführungen zu unterscheiden: manuelle, pneumatische und Akku-Umreifungsgeräte. Einige Geräte sind keinem der genannten Grundtypen klar zuzuordnen - wie bspw. der OR-T 50 von Orgapack oder der LS-ZP 20 von Zapak. Bei diesen Gerät wird das Umreifungsband händisch gespannt, dann aber über Akkubetrieb verschweißt.
Bei manuellen Umreifungsgeräten werden dieUmreifungsbänder per Definition händisch - mittels einer Kurbel oder eines Hebels - gespannt und anschließend mit Hilfe einer Verschlusshülse verschlossen. Dieser Prozess kann im simpelsten und daher günstigsten Fall mit unterschiedlichen Geräten (Spanner und Zange separat) oder kombiniert in einem Gerät erfolgen. Letztere Variante ist komfortabler, da nicht mit 2 Geräten hantiert werden muss. In manchen Fällen, insbesondere dann, wenn die Auflagefläche beim Packstück zu gering ist, kommt man aber um die Spanner & Zange-Variante nicht herum. In Sachen Handling noch komfortabler sind sogenannte Magazingeräte bzw. Magazin-Umreifungsgeräte. Hier wird nach jedem Umreifungsvorgang automatisch eine neue Verschlusshülse nachgelegt.
Für Anwender, die häufiger umreifen, lohnt sich i.d.R. die Investition in ein Akku-Umreifungsgerät. Diese sind zwar in der Anschaffung (deutlich) teurer als manuelle Umreifungsgeräte, rechnen sich mittelfristig aber durch den deutlichen Effizienzgewinn sowie durch die Einsparung der Verschlusshülsen. Das Spannen und Verschweißen der Umreifungsbänder erfolgt bei allen Akku-Umreifungsgeräten nach dem selben Prinzip: mit Hilfe einer Spannrolle, deren Zähne das Band transportieren, werden die Umreifungsbänder auf Spannung gebracht. Anschließend werden die Bänder übereinander gerieben und gleichzeitig aneinander gepresst - und so verschweißt. Dieses Vorgehen nennt man Friktionsverschluss bzw. Reib-Schweiß-Verschluss. Eine Besonderheit unter den Akkugeräten stellen die bereits oben genannten OR-T 50 und LS-ZP 20 dar, bei denen manuell gespannt, das Umreifungsband dann aber wie bei den Akku-Umreifungsgeräten per Knopfdruck verschweißt wird.
Ein hervorragendes Preis/Leistungs-Verhältnis unter den Akku-Umreifungsgeräten weisen die Modelle der LS-ZP-Serie auf. Hier erfolgt Spannen und Verschweißen der Umreifungsbänder per Knopfdruck. In der aktuellen Ausführung sind diese Geräte sogar mit einem kohlebürstenfreien Motor verfügbar, wodurch eines der zentralen Verschleißteile entfällt. Dies führt zu deutlich geringeren Lebenszykluskosten als bei vergleichbaren Akkugeräten, deren Motor mittels Kohlebürsten betrieben wird. Aus rein technischer Sicht sind die BXT-2 Akku-Umreifungsgeräte von Signode der höchste Standard. Durch die nutzerfreundliche Anordnung der Tasten kann die Bedienung mit nur einer Hand erfolgen; ferner sind die Geräte sturzsicher, was sich im rauen Betriebsalltag oft als großer Vorteil herausstellt. Wenn zudem weitestgehend ähnliche Packstücke umreift werden müssen, gibt es den Vollautomatik-Betrieb, bei dem Spannkraft und Schweißzeit voreingestellt werden und das Programm dann automatisch abläuft. Der Akku wurde zudem beim BXT-2 sowie beim OR-T 250 und OR-T 400 von Nickel-Cadmium auf Lithium-Ionen-Akku umgestellt. Dadurch haben diese Akku-Umreifungsgeräte deutlich mehr Spannkraft (2.500 N beim Signode BXT-2 und beim Orgapack OR-T 250 bzw. 4.000 N beim Signode BXT2-19 und beim Orgapack OR-T 400) und vermeiden das Problem des sogenannten Memory-Effektes, der dann entsteht, wenn ein Akku nicht vollständig ent- und geladen wird.
Pneumatische Umreifungsgeräte werden weit weniger häufig als Akku-Umreifungsgeräte eingesetzt, da sie weniger flexibel eingesetzt werden können (sie sind auf einen Luftdruckanschluss angewiesen). Aber gerade dort, wo immer die gleiche Spannkraft erreicht werden muss oder dort, wo sehr viel zu umreifen ist (und ein Akku hinderlich wäre, der immer wieder neu geladen werden müsste), finden pneumatische Umreifungsgeräte Anwendung.
Unter den Umreifungsgeräten für Verpackungsstahlband sind grundsätzlich zwei Typen je nach verfügbarer Auflagefläche zu unterscheiden:
- Stahlband-Umreifungsgeräte für Rundumreifungen
- Stahlband-Umreifungsgeräte für Flachumreifungen
Sofern keine oder nur eine sehr geringe Auflagefläche auf dem Packstück vorhanden ist, spricht man von sogenannten "Rundumreifungen". Geeignete Umreifungsgeräte gibt es hierfür nur beim Verpackungsstahlband, so dass weder PET-Band noch PP-Polypropylen-Band eingesetzt werden kann. Dies ist bspw. bei Stahlbandcoils oder bei Röhren der Fall. Das Stahlband muss hier gegen eine Hülse arbeiten, so dass es bei Rundumreifungen keine hülsenlosen Stahlband-Umreifungsgeräte gibt. Ist dagegen eine genügend große Auflagefläche vorhanden (i.d.R. mindestens 16 cm), spricht man von Flachumreifungen. Hier können Umreifungsgeräte für Kunststoffband wie auch hülsenlose Stahlband-Umreifungsgeräte eingesetzt werden. Natürlich können auch bei Flachumreifungen Rund-Umreifungsgeräte verwendet werden; anders herum ist dies jedoch nicht möglich.













